„Verdiene 10.000 € im ersten Monat – ganz einfach, sogar deine Oma könnte das!“ Solche Aussagen begegnen uns heute überall: auf Instagram, in YouTube-Werbung, in Podcasts. Coaches versprechen finanzielle Freiheit, ein Leben ohne Chef, und das alles mit einem simplen Fahrplan. Doch was steckt wirklich dahinter?

Die glänzende Fassade: Was Coaches versprechen

Viele Coaches verkaufen Träume – und das tun sie verdammt gut. Ihre Botschaften sind klar, emotional und oft mit Storytelling verpackt:

  • „Ich war pleite – jetzt mache ich 100k im Monat.“
  • „Du brauchst keine Vorkenntnisse – folge einfach meinem System.“
  • „Wenn du es nicht schaffst, liegt es nur an dir.“

Diese Narrative sind verlockend. Sie geben Hoffnung, Motivation und das Gefühl, dass Erfolg nur eine Entscheidung entfernt ist.

Die Schattenseite: Warum diese Versprechen oft nicht halten

Trotz der Hochglanz-Versprechen gibt es viele Gründe, warum die Realität anders aussieht:

1. Keine Garantie – und das aus gutem Grund

Coaches geben keine Erfolgsgarantie, weil sie wissen:

  • Jeder Mensch bringt andere Voraussetzungen mit.
  • Marktbedingungen, Persönlichkeit, Zeitinvestition – all das beeinflusst den Erfolg.
  • Eine Garantie wäre juristisch riskant und wirtschaftlich unseriös.

2. Die „Oma könnte das“-Lüge

Diese Aussage ist nicht nur respektlos, sondern auch irreführend. Online-Business erfordert:

  • Technisches Verständnis
  • Marketing-Know-how
  • Durchhaltevermögen
  • Kapital für Ads, Tools, etc.

3. Der Coach verdient – nicht du

In vielen Fällen ist das Geschäftsmodell des Coaches selbst das lukrativste:

  • Er verkauft Kurse, Mentoring, Masterminds.
  • Du zahlst oft 1.000 € bis 10.000 € für ein Versprechen – ohne Garantie.
  • Der Coach lebt vom Verkauf seiner Methode, nicht von deren Umsetzung.

Die Grauzone: Gibt es auch gute Coaches?

Ja – und das ist wichtig zu sagen. Es gibt Coaches, die:

  • Transparenz leben: Sie zeigen nicht nur Erfolge, sondern auch Misserfolge.
  • Individualität fördern: Kein Copy-Paste-System, sondern echte Begleitung.
  • Realistische Ziele setzen: Kein „6-stellig in 30 Tagen“, sondern nachhaltiger Aufbau.

Diese Coaches arbeiten oft leiser, aber wirkungsvoller. Sie versprechen keine Wunder, sondern bieten echte Unterstützung.

 Warum fallen so viele darauf rein?

  • Psychologie: Menschen in Umbruchsphasen sind besonders empfänglich für Hoffnung.
  • Social Proof: Testimonials, Screenshots, Erfolgsgeschichten wirken überzeugend.
  • FOMO: „Wenn ich jetzt nicht investiere, verpasse ich meine Chance!“

 Fazit: Coaching ist kein Zauberstab

Coaching kann wertvoll sein – aber nicht jeder, der laut schreit, hat auch Substanz. Wenn es wirklich so einfach wäre, wie behauptet, würde es jeder machen. Und wenn Coaches wirklich an ihre Methode glauben würden, gäbe es eine Erfolgsgarantie.

Also: Augen auf bei der Coach-Wahl. Frage dich nicht, was du verdienen könntest, sondern was du lernen wirst.

„Ich habe alles getan, was mein Coach mir geraten hat – Schritt für Schritt, voller Hoffnung. Ein Jahr später stehe ich immer noch am Anfang.“

Der Coaching-Mythos: Vom 6-stelligen Einkommen zur Realität

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